Kennst du dieses Gefühl kurz vor Silvester: eine Mischung aus Stolz, Erleichterung und Melancholie. Man fragt sich, wohin die Zeit schon wieder verflogen ist, man blickt auf schöne Erlebnisse zurück, aber irgendwie hat manches auch nicht so geklappt und man freut sich, am nächsten Tag noch einmal von vorne „beginnen“ zu können.

Mit neuer Energie. Mit neuer Motivation. Und vor allem mit neuen Vorsätzen. – Und diesmal ist man sich sicher, dass man sie ganz bestimmt durchhält.

Also fängt man mit der Liste an:

… ich werde mehr Sport machen

… ich werde mich gesünder ernähren

… ich werde mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen

Und eigentlich stehen jedes Jahr fast dieselben Ziele auf der Liste. – Erkennst du dich gerade darin wieder?

Warum passiert uns das und warum verfallen wir jedes Mal zu Silvester in einen solchen Aktionismus?

Wir erinnern uns an das, was wir nicht geschafft haben

… und nicht an das, was wir alles geschafft haben. Ja, so sind wir manchmal. Unser Fokus liegt meist auf den Dingen, die nicht gut sind, die uns Angst machen, da wo eine Gefahr lauert. Das war früher auch gut, als wir noch Jäger & Sammler waren und wir die Gefahren schon in möglichst großer Entfernung erkennen mussten. Es war auch gut, dass wir uns vor allem an die Gefahrensituationen erinnert haben, damit uns dies nicht noch einmal passiert. – Und leider ist unser Gehirn immer noch so programmiert. Daher erinnern wir uns auch am Ende des Jahres vor allem an die Dinge, die wir nicht geschafft haben.

Die gute Nachricht ist aber, wir können das ändern. Wir müssen es aber bewusst ändern. Wir müssen bewusst unsere Perspektive auswählen, damit wir auch das sehen, worauf wir stolz sind. Dies können wir erreichen, indem wir regelmäßig ein Dankbarkeitstagebuch schreiben oder in regelmäßigen Abschnitte einmal innehalten und unsere Aufmerksamkeit auf die Erfolge lenken. Das Stichwort ist also Achtsamkeit.

Damit ich dies persönlich schaffe, habe ich mir angewöhnt, jedes Vierteljahr einmal zurückzublicken; also auch immer kurz vor Weihnachten. Hast du dir auch noch einmal vor Augen geführt, wie toll 2018 war und welche Erfolge du hattest?

Wenn nicht, kannst du das noch nachholen, nutze gern mein Reflexionsjournal dafür.

Die Motivation kommt von außen

… und nicht von innen. Der Jahreswechsel ist der Auslöser, dass du etwas in deinem Leben ändern möchtest? Heißt das also, dass wir vielleicht noch 350 Tage warten müssen, bis wir wieder was ändern können?

Nein! – der richtige Zeitpunkt ist dann, wenn DU etwas verändern möchtest. Egal ob es Montag ist, ein neues Jahr beginnt oder du in ein neues Lebensjahr startest; denn wenn du dir nur wegen eines Datums etwas vornimmst, fällt dir die eigentliche Motivation und dann wirst du irgendwann „scheitern“. Du fühlst dich dann vermutlich auch noch schlechter als vorher.

Es sind nicht DEINE Vorsätze

… und deshalb verlierst du irgendwann die Motivation. Die Frage ist doch, WOZU du manche Ziele notierst. Willst DU es wirklich oder sind es Ziele, weil es schließlich „gut“ ist; gut gesund zu leben, gut mehr Sport zu machen und gut mehr Zeit mit Freunden zu verbringen?

Welche Motivation steckt aber dahinter?

  • Möchtest du vielleicht mehr Kraft haben und dich im Alltag fitter und wohler fühlen, dann könnte Sport ein Mittel sein, das zu erreichen. Du könntest joggen gehen oder aber auch Wakeboarden.
  • Möchtest du vielleicht mehr Energie für deine Hobbys haben, dann hilft dir vielleicht eine gesunde Ernährung, weil du deinem Körper das gibst, was er dafür braucht. Vielleicht wäre aber auch regelmäßiger Schlaf ein gutes Ziel.
  • Möchtest du vielleicht wieder mehr Ausgeglichenheit in dein Leben holen, dann könntest du dich mehr mit Freunden treffen. Oder du probierst das meditieren aus.

Wenn du weißt, wozu du dir etwas vornimmst, dann ist dir DEIN Ziel auch bewusster und somit für dich leichter, es auch zu verfolgen; denn du weißt, wozu du es machst.

Formuliere daher deine Ziele bewusst

… reflektiere erst einmal, wo du gerade stehst und erkenne das Positive an

… schaue, wo du gern stehen möchtest

… überlege, ob du momentan die Energie aufwenden möchtest, um etwas zu ändern

… formuliere vor allem dein WOZU und schaue, wie du dies erreichen kannst

Wenn du dir diese Punkte überlegt hast, dann kannst du auch gern Neujahr als Anlass nehmen, neue Ziele zu formulieren. Ich habe mir zum Beispiel folgende Ziele formuliert.

Ich möchte mich fit und gesund fühlen, damit ich die Energie für den Aufbau meiner Selbstständigkeit habe; daher gehe ich mindestens 3x die Woche zum Sport und esse bewusst und in Ruhe.

Ich möchte gern auf eigenen Beinen stehen und unabhängig sein, damit ich meine Ideen ohne Widerstand umsetzen kann; daher habe ich gekündigt und habe mir ein Umsatzziel für dieses Jahr vorgenommen.

Ich möchte ein ausgeglichenes Leben haben und mich verbunden fühlen, damit ich auf meine Ressourcen achte; daher mache ich mindestens einen Tag in der Woche „arbeitsfrei“, den ich so verbringe, wie ich es möchte.

Und jetzt lade ich dich ein, dass du deine Ziele formulierst und im nächsten Beitrag werde ich dir mehr über mein Visionboard verraten.

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