Bildung - ein Herzensthema für mich


Lernen - Raum für Entfaltung und Spaß
"Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen." (Heraklit)

Besser könnte ich könnte es nicht ausdrücken. Für mich heißt Bildung nicht das Vermitteln von Inhalten, sondern das Schaffen von Lern- und Erfahrungsräumen – Räume, wo sich Kinder und Jugendliche ausprobieren können, wo sie Fehler machen dürfen, wo sie Neues erkunden und wo sie ihre Potentiale erkennen und entwickeln können. Und ich bin überzeugt, dass jeder Einzelne ein besonderes Talent hat; bei dem einen ist es vielleicht ein Fach wie Mathe und Deutsch und bei dem anderen das Zuhören können und das Empathievermögen.

Mir persönlich ist es besonders wichtig, gemeinsam mit anderen daran zu arbeiten, dass Kinder genau diese Chance erhalten; die Chance, in einem „geschützten“ Raum sich selbst und ihre Stärken besser kennenzulernen. Warum dies für mich ein solches Herzensthema ist, hat verschiedene Gründe.



Meine Schullaufbahn – für alle nicht einfach


„Ich bin kein normales Kind, ich bin anders.“ – zumindest hatte ich damals das Gefühl. Schon von der ersten Klasse an, merkte ich, dass ich in manchen Dingen einfach schneller war als andere. Ich konnte Inhalte schnell aufnehmen, sie vereinfachen und Zusammenhänge erkennen. Vor allem in Mathe hob ich mich von der Menge ab. Viele werden jetzt sicherlich denken: „Toll, ich hatte immer Schwierigkeiten in Mathe und ihr ist es zugeflogen, das Talent hätte ich auch gern mal gehabt.“ Nur leider war ich nicht immer dankbar dafür. Ich hatte dadurch sehr gute Leistungen, die mich zu etwas „Besonderem“ herausgestellt haben, die mich zu einer vermeintlichen Streberin gemacht haben und die anderen gezeigt haben, dass ich „besser“ bin als meine Mitschüler. Das Talent war somit Segen und Fluch zugleich.

Tatsächlich musste ich in mir immer wieder einen inneren Kampf austragen; den Kampf zu meinen Leistungen zu stehen, anstatt sie zu verstecken. Dies bedeutete aber auch, dass ich zumindest zeitweise zur Außenseiterin geworden bin; dass Schule für mich nicht ein Ort war, wo ich entspannt lernen konnte, sondern ein Ort, wo ich mich behaupten musste.

Im Rückblick kann ich die verschiedenen Situationen, die ich damals ertragen musste, verstehen; ich kann dafür Verständnis aufbringen. Das System Schule war ein Ort des Bewertens, des Einteilens in Kategorien „gut“ und „schlecht“; ein Ort, der Schwächen und Fehler herausstellte, und ein Ort, wo Leistungen in Schulfächern gewürdigt wurden. Es war kein Ort, an dem Fehler erlaubt waren; kein Ort, wo Inselbegabungen genauso wichtig waren wie Allroundtalente; kein Ort, wo alle Leistungen unabhängig von Fächern wertgeschätzt wurden. Kein Ort, wo JEDER etwas Besonderes und Einzigartiges war.


Die Arbeit als Lehrerin – Grenzen meiner Welt


Dann stand ich auf einmal selbst vor einer Klasse und habe versucht, mein „Bildungsideal“ zu leben; habe versucht meinen Schülern zu zeigen, dass Fehler wichtig sind, um daraus lernen zu können; zu zeigen, dass es auch über die Fächer hinaus Talente gibt; zu zeigen, dass vermeintliche Schwächen auch Stärken sein können.

Ich musste aber auch lernen, dass dieser Anspruch an Bildung mir vieles abverlangte; dass ich oft bis spät abends am Schreibtisch saß, um meinen Unterricht entsprechend zu planen. Ich musste mir eingestehen, dass es auch Tage gab, an denen ich unzufrieden war, weil ich den Schülern nicht so viel Zeit widmen konnte, wie ich gern gewollt hätte – da persönliche Begleitung beim Wettlauf von Klassentür zur Klassentür nur schwer möglich war. Ich wollte gern Vertrauensperson und Potentialentwicklerin sein, oft war ich aber Bewerterin und Prozessmanagerin.

Es gab aber auch die schönen Momente, die Momente, wo Schüler in meinem Mathematikunterricht auf einmal aufgeblickt haben und meinten: „Jetzt hab ich’s gecheckt, so schwer ist das gar nicht.“ – die Momente, in denen das Selbstvertrauen der Schüler in ihre eigenen Fähigkeiten gewachsen ist, wo sie selbst über sich hinaus gewachsen sind.

Gleichzeitig war es für mich auch immer wieder spannend meine Schüler in anderen Kontexten zu sehen; zu sehen, wie toll sie schauspielern, musizieren oder präsentieren konnten; zu sehen, wie sie mit kleineren Mitschülern umgegangen sind – diese Momente zeigten mir immer wieder, wie vielfältig unsere Welt doch ist und was wir alles bewegen können, wenn wir unsere Stärken leben.

Letztendlich habe ich das System Schule zunächst verlassen; aber mit all diesen schönen Momenten im Kopf und mit dem Ziel, mehr von diesen Momenten zu schaffen – nicht als Lehrerin, aber vielleicht als Prozessbegleiterin, Coach, Trainerin und als Mitglied einer Gesellschaft.



Und ich habe die Schule mit einer Vision verlassen; einer Vision, dass wir Orte schaffen, an denen alle Schüler ihre Talente entdecken können; Orte, an denen Schüler Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln können; und Orte, an denen Schüler ihren eigenen Weg finden.

Und da ich immer noch diese Vision habe, versuche ich mich dafür immer wieder einzusetzen. Ich engagiere mich zurzeit in der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die Chancen stiften möchte, und ich entwickle mit der Initiative Neues Lernen neue Ideen, um gemeinsam mit Eltern, Schülern und Lehrern solche Traumschulen aufzubauen.


Dezember - Ein Monat des Schenkens


Ich möchte zudem dieses Jahr den Dezember nutzen, um noch ein tolles Bildungsprojekt zu unterstützen. Ein Projekt, dass allen Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ermöglichen möchte, in der Grundschule ein Musikinstrument zu erlernen. Dieses Projekt schenkt Kindern die Möglichkeit, sich einmal anders wahrzunehmen und vielleicht andere Stärken zu erfahren; und es schenkt Kindern Zeit und Aufmerksamkeit. Mit dem Projekt „Musik macht uns gemeinsam stark“ sammelt eine Elterninitiative Spenden, um 30 Kindern der Hunsrück-Grundschule in Berlin-Kreuzberg für ein Jahr kostenlosen Musikunterricht zu ermöglichen. Um das Projekt zu unterstützen, möchte ich mit zwei "Aktionen" Spenden sammeln:

Lasse dir bis zum 30.11. einen Adventskalender mit 24 Impulskarten zuschicken. Wenn du für dich daraus einen persönlichen Wert mitnehmen konntest, würde ich dich bitten einen freiwilligen Betrag an das Projekt zu spenden.

Am 06.12.2018 veranstalte ich in Berlin einen Dankbarkeits- und Reflexionsabend. Die Teilnahme daran ist kostenlos. Am Ende des Abends besteht die Möglichkeit, eine freiwilligen Geldbetrag zu spenden. Der gesamte Betrag geht danach an das Musikprojekt. Falls du an dem Abend nicht teilnehmen kannst, kannst du dich gern per E-Mail an kontakt@romymoeller.com melden, dann schicke ich dir die Reflexionsunterlagen zu.

Mehr Infos zu den beiden Aktionen findest du hier. Wenn du schon jetzt von dem Projekt begeistert bist und einfach so etwas spenden möchtest, dann melde dich gern bei mir. Ich schicke dir gern die Kontoverbindung.


Ich hoffe sehr, dass wir somit Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.

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