16. November 2021

3 gute Argumente für Teamarbeit

 „Nach 6 Tagen, 17 Stunden, 56 Minuten und 5000 gefahrenen Kilometern überqueren wir in Trance gemeinsam die Ziellinie in Annapolis“
(Nicole Bauer im Buch “Wie Träume wahr werden”, S. 21) 

 

Im Jahr 2016 gewinnt ein Amateurteam aus Thüringen das härteste Radrennen der Welt. Das Team schaffte etwas, an das viele nicht geglaubt haben. Nicole Bauer, eine Racerin des Teams, saß zu dem Zeitpunkt sogar erst 11 Monate auf dem Rennrad.

Im selben Jahr gab es noch ein „Wunder“, an das viele nicht geglaubt haben. Island nahm zum ersten Mal an der Europameisterschaft im Fußball teil und kam bis ins Viertelfinale und besiegte auf dem Weg dorthin sogar England.

Dies sind zwei Beispiele aus dem Sport, die uns zeigen, dass die Einzelnen nicht immer die Besten sein müssen, um im Team gemeinsam Höchstleistungen zu erzielen und über sich hinaus zu wachsen.

Daher stellt sich die Frage: Wie sind solche Erfolge möglich? Wie kann ein Team es schaffen, den Spruch „together everyone achieves more“ zu leben?

 

Dies ist der erste Teil einer 4-teiligen Blogserie, die sich genau diesen Fragen widmet. Doch bevor wir uns genauer anschauen, wie Teamarbeit gelingen kann, stellt sich zunächst die Frage „Wieso ist Teamarbeit überhaupt attraktiv?“.

Was ist überhaupt ein Team?

 

Es gibt viele verschiedene Definitionen von Teams, die Unterscheidung von Gruppe und Team sowie die Differenzierung in Teamarten.

Kurz und knapp formuliert können wir es vielleicht so zusammenfassen: Ein Team ist eine Mehrzahl von Personen, die für einen längeren Zeitraum miteinander interagiert, um ein gemeinsames Ergebnis zu erreichen.

Und wenn wir jetzt „miteinander agieren“ und „gemeinsames Ergebnis erreichen“ lesen, wird schnell klar sein, dass dabei hin und wieder Missverständnisse und Konflikte entstehen. Weshalb lohnt es sich aber dennoch diese „Reibungsverluste“ in Kauf zu nehmen

Was bringt uns Teamarbeit?

#1 Menschen suchen soziale Eingebundenheit

 

Die Forschungen des amerikanischen Hirnforschers Thomas Insel zu „Social brain“ als auch die Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan belegen, dass sich soziale Eingebundenheit positiv auf die Motivation von Menschen auswirkt. Es ist bewiesen, dass soziale Anerkennung im Gehirn positive Emotionen auslöst. Das klingt doch schon mal gut, wenn wir davon ausgehen, dass stärker motivierte Menschen bessere Arbeitsergebnisse erzielen.  

#2 Teamarbeit schafft Wachstum

 

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Heterogenität und Kreativität zeigen. So zeigte Kurtzberg (2005), dass heterogene Teams tatsächlich mehr Ideen entwickeln können. Gleichzeitig verwies die Forscherin jedoch darauf, dass die Kreativität in Gruppen nicht immer positiv ausfallen muss. Zum einen besagt die assoziative Theorie, dass Gruppenmitglieder:innen auf den Ideen anderer aufbauen können und somit bessere Ergebnisse entstehen. Zum anderen zeigen Recherchen im Gruppen-Brainstorming, dass soziales Faulenzen und Angst vor Bewertung den Kreativitätsprozess schaden können. Demnach können wir nicht schlussfolgern, dass Teamarbeit nicht immer per se gut. Wenn jedoch im Team Vertrauen und Offenheit herrschen, kann ein Team die Synergien bezüglich Wissen und Können nutzen, um gemeinsam bessere Ergebnisse zu erreichen. 

#3 Teamarbeit ermöglicht die Lösung komplexer Aufgaben

Unsere Arbeitswelt verändert sich. Aufgaben werden zunehmend komplexer. Hier zeigt sich ebenso ein Vorteil von Teamarbeit, denn dadurch entsteht die Möglichkeit, dass verschiedene Perspektiven zusammengebracht werden können. Ein Spezialist würde allein irgendwann an seine Grenze stoßen. Studien belegen auch, dass Teams in diesem Fall bessere Entscheidungen treffen.

Ist Teamarbeit also attraktiv? 

sEs kommt darauf an. Wir sollten uns sehr bewusst die Frage stellen, wann Teamarbeit sinnvoll ist, und vor allem wie die Teamarbeit gestaltet ist.

Was wir beachten sollten:

  • Für eine gute Zusammenarbeit braucht es die psychologische Sicherheit, damit sich alle Teammitglieder:innen mit ihren Stärken, Ideen und auch Schwächen zeigen können. Damit dieses Vertrauen und die Offenheit entstehen kann, müssen wir Zeit und Energie in die Teamentwicklung investieren.
  • Die Zusammenstellung des Teams ist wichtig, damit sich Synergien ergänzen können. Dabei ist sowohl eine extreme Homogenität als auch Heterogenität nicht unbedingt förderlich.
  • In den Teams muss eine gute Kommunikations- und Konfliktkultur gepflegt werden, damit die Spannungen, die sich aus der Diversität ergeben, auch für Wachstum genutzt werden.
  • Es sollte bewusst überlegt werden, an welcher Stelle Teamarbeit wirklich hilfreich ist. Bei Routinetätigkeiten mit klaren Strukturen und Abläufen frisst Teamarbeit eher die Effizienz. Dagegen steigert Teamarbeit bei komplexen Aufgaben die Performance.

 

 

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Romy Möller Coaching Teamentwicklung Führungskräftetraining Anonym hat 4,96 von 5 Sternen 36 Bewertungen auf ProvenExpert.com